Infos Neukonzeption St. Johannes

 
Beteiligen auch Sie sich aktiv an der zukünftigen Entwicklung von Sankt Johannes mit Ihrer Idee für Veranstaltungen, den Innen- und Außenraum, Aktionen und Kooperationen.
In der Kirche finden Sie am Eingang Plakate zum Gestalten. Sie können aber auch hier sich das Plakat herunterladen und dann digital gestalten (oder ausdrucken und analog gestalten).
  
Bitte wählen Sie mindestens eine Datei für Ihren Download aus.
Bitte schicken Sie das Plakat an s.orth@kath-emmendingen.de, geben Sie es in einem der Pfarrbüros ab oder werfen Sie es in den Briefkasten in Sankt Johannes.
 
 
hier geht es zur extra eingerichteten 
 

FAQs Nutzungserweiterung Johannes

 

Dass Kirchen Bänke für alle haben, ist eine Entwicklung der Neuzeit; gerade in älteren Kirchen unserer Nachbarländer findet man eine flexible Bestuhlung statt starrer Bankreihen.
 
Eine erweiterte Nutzung und andere Feierformen für liturgische Angebote brauchen den freien Raum, der eine flexible Nutzung möglich macht:
 
Zum Beispiel ein Gottesdienst vor der Mariennische, eine Wortgottesfeier in kleinen Gruppen um Tische herum, eine Erstkommunionfeier an langen weiß deckten Tafeln, an denen die Familien das Brot teilen, eine Eucharistiefeier im Kreis mit einem mobilen Altar. Eine Tanzperformance, die zu Musik und Texten den Raum nutzt, eine Kletterinstallation, in der Kinder und Jugendliche erleben, was getragen sein, Mut und Vertrauen bedeutet, ein Weihnachtsessen für bedürftige und einsame Menschen, eine Erstkommunionvorbereitung, in der Kinder unter dem weiten Zelt Gottes mit erlebnispädagogischen Elementen erfahren, dass sie talentiert und kompetent sind.
 
Daher sollen der linke (bei der Mariennische) und der mittlere Teil der Bänke entfernt werden. Das Material wird im Kirchenraum weiterverwendet werden. Bis klar ist, was genau damit passiert, wird das Material eingelagert.
 

Zunächst sollen die beiden Bankblöcke (s.o.) entfernt werden. Verschiedene Sitzmöglichkeiten (bequeme Stühle, Klappstühle, Hocker, Kissen) werden diese ersetzen. Eine lichtdurchlässige  Abtrennung wird die Mariennische zu einem Raum im Raum machen
 

In der Experimentierphase soll es bis Mitte 2025 darum gehen, Erfahrungen mit der erweiterten Nutzung des Kirchenraums zu machen, an konkreten Ideen und Initiativen zu lernen und zu entdecken, was funktioniert und was auch nicht passt.
 
Ganz wesentlich für das Projekt ist daher Fehlertoleranz und eine Kultur des Lernens: Wir begeben uns auf neues Terrain und entdecken Neues, dabei ist die genaue Route noch nicht klar und der Weg manchmal holprig. Und gleichzeitig eröffnet dieser Weg ins Offene neue Möglichkeiten und neue Entdeckungen.
 
Während der Experimentierphase und danach werden die gemachten Erfahrungen im Hinblick auf die Weiterführung der Nutzungserweiterung ausgewertet.
 

Mit den drei Säulen der Konzeption steht die (sehr weite) inhaltliche Ausrichtung fest. Ganz wesentlich für die Neukonzeption ist die Tatsache, dass Ideen von allen Menschen und Gruppen aus dem Stadtteil, der Stadt und ggf. auch aus der Region kommen können. Sei es ein Lehmbackofen im Außengelände der Kirche, an dem gemeinsam Pizza gebacken werden kann, ein Workshop, bei dem preiswerte Möbel geschreinert werden, ein monatlicher Verschenkemarkt für Bekleidung oder eine Lichtinstallation in der Kirche zum Thema Schöpfung. Die Überzeugung ist, dass Menschen sich beteiligen werden und ihre guten Ideen einbringen.
 

Der Pfarrgemeinderat (PGR) ist das gewählte Leitungsgremium der Kirchengemeinde. Er hat sich immer wieder intensiv mit der Neukonzeption befasst und die Entscheidungen getroffen. Der Stiftungsrat entscheidet immer dann, wenn es um Finanzielles geht. Für die inhaltlichen und gestalterischen Fragen hat der Pfarrgemeinderat eine Steuerungsgruppe eingesetzt, in der 2 Mitglieder aus dem Seelsorgeteam, 2 Mitglieder aus der Pfarrgemeinderat und vier weitere ehrenamtlich Engagierte vertreten sind. Diese Steuerungsgruppe berichtet regelmäßig an den PGR-Vorstand und den PGR und bringt Fragen zur Beschlussfassung in den PGR ein. Das Gemeindeteam St. Johannes war und ist in alle Prozessschritte einbezogen und ist mit einem Mitglied in der Steuerungsgruppe vertreten.
 
Begleitet wird das Projekt durch ein Team der Stadtlücken e.V. (https://www.stadtluecken.de/). Das St-Johannes-Team besteht aus fünf festen Mitgliedern und wird bei Bedarf ergänzt (Design, Kommunikation); alle sind Architekt*innen, Stadtplaner*innen, Innenarchitekt*innen und/oder Schreiner*innen. Sie bringen viel Erfahrung mit einem ähnlichen Prozess in Stuttgart mit der Kirche St. Maria mit. Namentlich sind das: Hanna Noller, Sascha Bauer, Carolin Lahode, Sarah Sutter und Sebastian Klawiter.
 
Darüber hinaus ist die Steuerungsgruppe mit Pastoraltheologen im Gespräch, um den Prozess auch pastoraltheologisch zu begleiten.
 
Von Seiten der Bistumsleitung begleitet Domkapitular Dr. Bernd Gehrke in seiner Eigenschaft als Referent für Liturgie im Auftrag des Generalvikars das Projekt.
 
 

Ursprünglich war geplant, die Bänke im Sommer zu entfernen und die provisorische Architektur (transluzente Abtrennung Mariennische, Sitzgelegenheiten etc.) einzubauen. Da der Prozess der Abstimmung mit dem Denkmalschutz noch etwas Zeit braucht, verschiebt sich der Termin möglicherweise nach hinten.
 
Nach und nach soll ab Frühsommer auch von außen sichtbar werden, dass sich in und um St. Johannes etwas verändert. Es wird voraussichtlich im Herbst ein Aktionswochenende geben, bei dem die Stadtgesellschaft eingeladen ist, sich mit ihren Ideen einzubringen.
 

Der Innovationsfond der Erzdiözese fördert das Projekt mit der Förderhöchstsumme von 50.000 €, hinzu kommt der Eigenanteil der Kirchengemeinde von 12.500 €, der Voraussetzung für die Förderung ist. Von diesem Betrag können die Begleitung der Stadtlücken finanziert und erste Aktionen und Ideen in St. Johannes realisiert werden. Für die baulichen Maßnahmen ist das Ordinariat zustimmungspflichtig und bezuschusst dann die Maßnahme mit 20%. Da der Doppelhaushalt für 2024/2025 noch nicht verabschiedet ist, liegt der veranschlagte Betrag noch nicht fest; er wird vermutlich bei rund 150.000 € liegen.
 

Die derzeitigen Kooperationspartner sind das Stadtteil- und Familienzentrum Bürkle-Bleiche und der Caritasverband des Landkreises Emmendingen, auch mit der Fritz-Boehle-Schule gibt es Gespräche. Weitere Kooperationspartner sollen im Laufe des Projektes dazukommen.
 

Die Kirche St. Johannes der SE Emmendingen-Teningen, gelegen im Stadtteil Bürkle-Bleiche, soll zu einer Kirche mit hybrider Nutzung bzw. Nutzungserweiterung werden. Dabei bleibt die Kirche als Gottesdienstraum erhalten (und wird nicht profaniert).
 
Hybride Nutzung bzw. Nutzungserweiterung meint: Ein Miteinander von unterschiedlichen Angeboten und Akteurinnen und Akteuren, sowohl kirchlichen wie nichtkirchlichen.
 
Dieser Nutzungserweiterung soll auch in der Raumgestaltung Rechnung getragen werden (mehr dazu s.u.).
 
Drei Säulen beschreiben die inhaltliche Ausrichtung der Nutzungserweiterung in St. Johannes, die sich ausdrücklich auf den Außen- und Innenraum bezieht:
  • Liturgie und Spiritualität: 
    Die Kirche bleibt als Gottesdienstraum erhalten. Neben den Eucharistiefeiern im Rahmen der Gottesdienstordnung und den bestehenden Feierformen werden neue liturgische und spirituelle Formate angeboten. Die neue Weite des Raumes ermöglicht andere Feierformen (für kleine, große Gruppen, für anders gestaltete Gottesdienste) und neue Raumwahrnehmungen. Vor allem für Gottesdienste mit Kindern entstehen neue Möglichkeiten zu gestalten und sich zu bewegen. Bisher ist das auf die kleinen Bereiche vor und hinter den Bänken begrenzt.
  • Soziales und Bildung: 
    Angebote an der Schnittstelle von Sozialarbeit und Kultur, wie z.B. social community theatre - eine Kunstform, die die Akteure aus dem Stadtviertel zu Beteiligten macht, indem bspw. Menschen eine Bühne gegeben wird, ihre Fluchtgeschichten zu erzählen. Ausstellungen bspw. mit der Eduard-Spranger-Schule (SBBZ für geistige Entwicklung), Hausaufgaben- und Lernförderung, Kooperation mit dem benachbarten Jugendmigrationsdienst, Bildungs- und Diskussionsveranstaltungen.
  • Kunst und Kultur: Ausstellungen, Konzerte, Aufführungen (bspw. anknüpfend an die Tradition der „Kirchenmusicals“ in St. Johannes) interner und externer Künstlerinnen und Künstler („zu Gast bei Kirche“), bspw. ein Kinder-Kultur-Programm mit Aktions- und Beteiligungsmöglichkeiten.
In diesem sich öffnenden Raum sind Menschen eingeladen sich einzubringen. Unterstützt durch den besonderen Kirchen-Raum wird hier ein Mehr an Leben erfahrbar – in Begegnungen, kulturellen Veranstaltungen, sozialem Engagement und spirituellen Angeboten entsteht ein besonderer Raum, ein AnderOrt.
 
Ganz wesentlich für die Neukonzeption ist es, dass St. Johannes zu einem profilierten Ort im Sozialraum werden soll, ein einladender Ort für alle Menschen aus dem Stadtteil und der Stadt. Und mehr noch als ein Ort: eine Idee, wie Pastoral gehen und zukünftig gelingen kann. Eine Kirche, die im wahrsten Sinne des Wortes den „Raum ihres Zeltes weit macht“ (Jes 54,2).
 

Die Vision ist: Ein Raum der offen und einladend ist für ganz verschiedene Menschen, in dem sowohl Leute, die sich bereits „zu Hause fühlen in Kirche“, als auch solche, denen das ganz fremd ist, etwas für sich finden, sich genauso, wie sie sind, angenommen fühlen. Lebendigkeit, Wachstum, Kirche als „Weg, der im Gehen entsteht“, eine „Herberge“ auf Zeit,
ein Zelt Gottes unter den Menschen, das weit und offen ist. Eine Kirche, die lernt, die sich öffnet und anschlussfähig ist für Menschen von heute.
Und wer sich tiefer damit auseinandersetzen und/oder mehr wissen möchte:
  
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