St. Bonifatius
(Innenstadt Emmendingen, Mundingen, Windenreute, Freiamt, Maleck)

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1894 - 1896 erfolgte der erste Bauabschnitt: Chor und Querschiff,
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1911 - 1913 wurden Schiff und Turm der Kirche gebaut,
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1970 wurde der jetzige Altarraum eingerichtet,
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1999 wurden bei der letzten Renovation geschaffen: Ambo (Tisch des Wort Gottes), Sedilien (Priester- und Ministrantenhocker), Osterleuchter, Taufsteinabdeckung, die Ergänzung am Zelebrationsaltar, die Marienstele mit Kerzenopfertisch, die Bonifatiusstele und der Schriftenstand (Entwurf von Michael Münzer aus Reichenau).
Wenn Sie von der Hebelstraße aus (Haupteingang) in unsere Kirche hereinkommen, werden Sie begrüßt von zwei Heiligenstatuen: dem heiligen Bonifatius, dem Patron unserer Pfarrei (vom Bildhauer Dettlinger aus Freiburg) und dem heiligen Antonius von Padua (von A. Valentin Offenburg geschnitzt), mit einem Opferstock für Ihre Spende, die Bedürftigen unserer Pfarrei zugutekommt.
Links sehen Sie die ehemalige Taufkapelle, die heutige Kolping-Kapelle, deren Altarbild ein Triptychon des Nördlinger Malers Friedrich Herlin aus dem Jahre 1470 ist. Im Mittelstück stellt er die Anbetung der Drei Könige und auf den Flügeln die Geburt Christi und die Darstellung im Tempel dar. Herlin ist ein oberschwäbischer Meister des ausgehenden Mittelalters. Er hat einen bedeutsamen Platz in der Kunstgeschichte, weil er der Erste war, der – unter dem Einfluss des berühmten Genter Altars der Gebrüder van Eick – seine Figuren als charakteristische Portraits zu malen begann. Dieses Werk bekam der erste Pfarrkurat von Emmendingen, Dr. Knecht, vom Freiburger Domdekan Prof. Dr. Hirscher geschenkt. Bis heute konnte nicht ermittelt werden, wo der ursprüngliche Standort dieses Bildes war.Hinten rechts (unterm Turm) finden Sie das Beichtzimmer, das bei der letzten Renovation eingerichtet wurde (offen nur samstags ab 18:00 Uhr für Hl. Beichte).
Über dem Kircheneingang sehen Sie die Welte-Orgel, die 1939 von der Orgelbaufirma Welte und Söhne aus Freiburg gebaut wurde. Unsere Orgel verfügt über 3 Manuale, Pedal und über eine elektrische Traktur (Elektro-Tonmagnete), die 3.546 Pfeifen ansteuert.
Unsere Kreuzwegstationen (1999 restauriert) wurden um 1910 geschaffen (Öl auf Leinwand bzw. auf Goldgrund). Die Kreuzwegstationen, deren Herkunft unbekannt ist, befanden sich ehemals in der Kirche in Hofstetten.
Der Hochaltar, der eigens für diese Kirche geschaffen wurde, ist ein Flügelaltar aus dem Jahre 1912 und zeigt vier ölgemalte Bilder vom Leiden Christi (nach Holzschnitten Albrecht Dürers). Der Altar ist gemalt vom Kunstmaler Schultis aus Freiburg.
Die Kreuzigungsgruppe auf dem Hochaltar wurde vom Bildhauer Dettlinger aus Freiburg geschnitzt. Auf den Türen des Tabernakels, in dem das Allerheiligste aufbewahrt wird, sind in vergoldeten Figuren Maria und Johannes dargestellt.
Auf der linken Seite im Altarraum sehen Sie die Stützle-Orgel aus dem Jahr 2005.
Die zwei Seitenaltäre sind Reliefschnitzereien des Bildhauers Marmon aus Sigmaringen: Der Josefsaltar (rechts) wird von einer Statue des heiligen Josef mit dem Jesuskind geziert, die Flügel zeigen Bilder aus dem Leben der Heiligen Familie; am Muttergottesaltar (auf der linken Seite) sind die fünf Geheimnisse des glorreichen Rosenkranzes zu sehen; die Muttergottes-Statue davor ist ein neubarockes Werk.
Die Kirchenfenster sind, soweit sie Glasmalereien haben, Werke des Offenburger Glasmalers Eugen Boerner. Die Fenster im Chorraum und hinter den Seitenaltären wurden 1896, die Fenster in der ehemaligen Taufkapelle im Jahre 1912 geschaffen.
In aller Kürze zu den einzelnen Kirchenfenstern:
Das große Mittelfenster im Chor (Marias Aufnahme in den Himmel und ihre Krönung) ist eine Stiftung des früheren Pfarrers Schneiderhan.
Das linke Chorfenster (heiliger Bonifatius und heilige Elisabeth) ist vom Weihbischof Dr. Knecht (ehemals Pfarrkurat in Emmendingen) gestiftet.
Das rechte Chorfenster (heiliger Fridolin und heilige Sofie) ist eine Stiftung des um die Pfarrei sehr verdienten Arztes, Dr. Fridolin Schinzinger, und dessen Ehefrau.
Das Hermannsfenster hinter dem linken Seitenaltar stiftete Stadtpfarrer Sachs zu Ehren der Muttergottes und seines Namenspatrons, des heiligen Hermann.
Das Fenster daneben zeigt den Tod des heiligen Josefs, gestiftet von Elise Krebs aus Freiburg.
Das Fenster hinter dem rechten Seitenaltar zeigt die heilige Barbara und den seligen Bernhard von Baden, gestiftet vom Notar Münzer.
In den beiden kleinen Fenstern, die das Hauptportal flankieren, sind der heilige Konrad von Konstanz, der Patron der Erzdiözese Freiburg, und der selige Bernhard von Baden, der zweite Patron unserer Kirche, dargestellt.
Das von Dr. Rieder gestiftete Fenster in der ehemaligen Taufkapelle zeigt den heiligen Bernhard von Clairvaux, den Ordensvater der Zisterzienser (mit dem Wappen der Zisterziensermönche aus Tennenbach), Johannes den Täufer und die heilige Barbara, der wahrscheinlich die erste Emmendinger Kirche auf dem Wöpplinsberg geweiht war (mit dem Wappen von Niederemmendingen).
Das zweite Fenster, von den Geschwistern Rieder gestiftet, stellt die Muttergottes, den heiligen Jakobus und den heiligen Martinus dar (mit dem Wappen des Markgrafen Jakob III. und der Stadt Emmendingen).
Das Fenster an der Rückwand der Taufkapelle mit den Darstellungen der heiligen Anna und des heiligen Josef wurde von der Familie Seitz gestiftet.
Das Fenster über dem Seitenportal mit dem heiligen Karl Borromäus und dem heiligen Philippus ist eine Stiftung vom Stadtpfarrer Sachs und seiner Schwägerin.
Der neugotische Ölberg (an der rechten Außenwand der Kirche) wurde vom Bildhauer Peter Valentin aus Offenburg geschaffen.

